Einsteigertipps

Veganes Neuland zu betreten, kann sich anfangs noch etwas ungewohnt anfühlen. Doch Tierschutz ist der einfachste Weg, etwas für Mensch, Tiere und Umwelt zu tun. Wie Albert Schweitzer schon sagte: „Mit gutem Beispiel voranzugehen, ist nicht nur der beste Weg, um andere zu beeinflussen, es ist der einzige.“ Wenn Du also darüber nachdenkst, Deine Ernährung umzustellen und Dich für die Tiere, Deine Gesundheit und die Umwelt einzusetzen, dann könnten Dir die folgenden Tipps eine Hilfe und wichtige Motivation sein.

1. Tschakka – Motivation ist alles!

Am Anfang der aufregenden Reise in ein tierliebes und nachhaltiges Leben die Frage: Was bewegt mich? Um hundert Prozent hinter einer Sache stehen zu können, müssen wir von ihr überzeugt sein. Das ist nicht nur wichtig für Dich selbst, sondern auch dafür, wie du auf Zweifler oder Kritiker reagierst. Führ Dir noch einmal vor Augen, was Dein persönlicher Trigger für Deine Entscheidung ist, einen tierleidfreien Start zu wagen. Mit der Sommerzeit möchtest Du fit für die warmen Tage werden und entscheidest dich für eine rein pflanzliche Ernährung? Du hast die sinnlose Ausbeutung der Tiere satt und möchtest Dich mit Deinem Einkauf nicht mehr daran beteiligen? Nachhaltigkeit ist Dir sehr wichtig und der ökologische Fußabdruck einer veganen Ernährung hat Dich überzeugt? Vielleicht bist Du auch einfach nur von der positiven Metamorphose Deiner Freunde überwältigt, die sich für eine vegane Ernährung entschieden haben, und möchtest den gleichen Effekt erzielen? Ganz gleich, was Dein Aha-Moment war, er ist Dein ganz eigener.

2. Selbstbewusstes Äffchen

Du wirst viel Lob, Bewunderung und Zustimmung erfahren. Eine vegane Lebensweise bedeutet, Tausende neue Produkte kennenzulernen – cool! Manchmal reagieren Menschen auch kritisch auf eine vegane Lebensweise. Gar kein Problem – nimm die Nachfrage aus Deinem Umfeld nicht als Schlachtruf auf, sondern ganz gelassen. Situationen wie diese bieten eine Gelegenheit, mit Deinen Beweggründen auch andere zu motivieren. Veganer*innen dürfen sich bewusst sein, dass sie vielen als gutes Beispiel vorangehen und ihren Teil dazu beitragen, die Tiere und Umwelt zu schützen und ihrer Gesundheit Gutes zu tun. Interessierte und offene Menschen klären erste Fragezeichen gerne im Dialog, und ziemlich sicher gerne mit Dir, wenn sie merken, dass du zu deiner Entscheidung stehst und dich nicht verunsichern lässt. Mythen zu enttarnen ist Deine Leidenschaft? Dann enthülle doch Fakten über Veganismus.

3. Wissen ist Macht

Das Wissen um die Hintergründe einer veganen Lebensweise verleiht uns die Macht, Mitgefühl zu verbreiten und die Welt ein Stückchen besser zu machen – für uns selbst und die, die uns lieb sind, für unseren Körper und unsere Umwelt. Informier Dich über die Auswirkungen unserer „normalen“ westlichen Ernährung mit tierischen Produkten auf die Umwelt und darüber, welche Erholung eine rein pflanzliche Ernährung für unseren Planeten, Deinen Körper und die Tiere bedeuten kann. Weißt Du Bescheid, welche Rechte Tiere in Deutschland haben und international? Wie viele Tiere werden eigentlich jedes Jahr geschlachtet? Wie geht es Hühnern in „Freilandhaltung“ wirklich? Was genau sind die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung? Einen Einstieg in die Informationsfluten rund um Veganismus findest Du in unserer kleinen Mediathek, wo viele Fragen bereits angerissen werden. Besonders unser empfohlener Lesestoff wird den Weg in die Tiefen der Materie leiten.

4. Bei vegan stimmt die Chemie

Da es um Deine eigene Gesundheit geht, solltest Du in puncto Nährstoffkunde einen Blick in wichtige Studien und Alles-Könner-Rezepte werfen. Dies ist wichtig, weil Du Dir damit einen Überblick verschaffst, was worin enthalten ist und wie viel davon benötigt wird. Doch bevor Du Dir überhaupt über Ernährungszusätze Gedanken machst, beschäftige Dich doch noch einmal mit Essen, Zutaten, Rezepten, Kochen und Geschmack – garantiert war es selten so aufregend und bunt!

5. Suppenkasper, Krümelmonster, Vielfraß

Mit einer pflanzlichen Ernährungsweise gibt es immer Neues zu entdecken! In den Supermarktregalen tauchen regelmäßig neue pflanzliche Alternativen auf, das Lieblingsrestaurant serviert nun auch vegane Gerichte und der Eismann hat nun auch endlich vegane Sorten in der Theke – viele bunte, pflanzliche Angebote warten auf uns! Niemand wird über Nacht zum Veganer – das wäre ja auch langweilig. Der Umstieg ist ein Prozess, für den man sich Zeit nehmen darf, der Spaß machen und sich gut anfühlen soll. Für einen weichen Einstieg könntest Du zunächst überlegen, welche Deiner Lieblingsgerichte oder am häufigsten zubereiteten Speisen sowieso schon vegane Produkte enthalten: der bunte Sommersalat mit leckerem Essig-Öl-Dressing, die Spaghetti mit selbst gemachtem Kräuterpesto oder doch der Linseneintopf von Oma? Die bunte Vielfalt des Veganismus ist allgegenwärtig und die ersten Schritte wären somit leicht gemacht! Zwar schaffen so nicht alle persönlichen Lieblingsgerichte den Übergang in eine neue vegane Lebensweise, doch dank einer mittlerweile recht beachtlichen Auswahl an veganen Alternativprodukten in Supermärkten, Reformhäusern und Onlineshops braucht kein Lieblingsgericht um sein Fortbestehen zu bangen. Milch, Sahne, Wurst, Käse, Wein – ALLES ist heutzutage in rein pflanzlicher Form und ohne Tierleid erhältlich, erschwinglich und erträglich. Gerade wenn Du aus einer gesundheitlichen Motivation heraus eine vegane Ernährung wählst, ist es wichtig, alte Muster nicht zu veganisieren und nicht übermäßig leere Kalorien aus veganem Fast Food zuzuführen. Stattdessen kann die Devise lauten: Iss im Regenbogen! Farbenfrohe Salatblätter, rote Tomaten, Sojasprossen, Artischocken, bunte Kerne und eine saftige Scheibe Vollkornbrot – fertig ist die bunte Powerbowl! Hast Du Dich etwas eingespielt mit der neuen frischen und tierlieben Kochweise, dann trau Dich an Kochbücher und andere ganz neue Rezepte heran. Die internationale Küche jedes Kontinents hält zudem viele vegane Überraschungen bereit.

6. Tick Tack – Tick Tack

Für Deine vegane Transformation benötigst Du eine große Portion Entschleunigung, denn der Einstieg in eine pflanzenbasierte Anschauung, Umsetzung und Kulinarik darf ganz nach Deinem eigenen Tempo ablaufen. Nimm Dir genügend Zeit, um Fakten und Zusammenhänge richtig zu verstehen. Wähle Deine persönliche Informationsquelle, die Dir täglich mit Rat und Motivation zur Seite steht, egal ob Buch, Webseite oder Langzeitveganer*in. Schritt für Schritt findest Du Deinen eigenen Groove in der Küche. Hab Spaß daran, neue Dinge zu erleben und zu entdecken – und Du wirst sehen, alles kommt von ganz alleine.

7. Zusammen ist man weniger alleine

Gegen den Strom aus Tierleid und Umweltzerstörung zu schwimmen, ist leichter, wenn man andere gleich gesinnte Freunde hat. Gemeinsam vegan zu sein, heißt, sich über Schwierigkeiten und Herausforderungen leichter austauschen zu können, Erfolge gemeinsam zu feiern und jemanden zu haben, mit dem man die pflanzliche Ernährungsweise zusammen erkunden kann. Wünschst Du Dir einen Wegbegleiter für die bunte Metamorphose? Lade Deine Freunde ein, mit Dir twenty4vegan zu sein. Das ist eine Möglichkeit, noch mehr Menschen ins Boot zu holen, sich für eine nachhaltige, grüne und tierliebe Welt zu entscheiden. <3
Gleichzeitig kann dein Veganismus ein toller Grund sein, um neue Bekanntschaften zu knüpfen. Wie schön ist es, sich auszutauschen und gegenseitig wertvolle Tipps zu geben? In veganen Restaurants und Cafés treffen Menschen aufeinander, die an einem Strang ziehen. Tritt doch einer Facebook-Gruppe von Veganer*innen in deiner Stadt bei, geh zu veganen Kochevents oder werde Aktivist*in bei einer Tierrechtsgruppe.

Die Gerüchteküche brodelt, wenn es um das Thema Veganismus geht. Hier findet ihr die
5 Top Mythen über Veganismus die Humbug sind.