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10 großartige vegane Filme: eine kleine Mediathek

Schön, dass Du hier bist! Denn das bedeutet, dass Du Dein Herz bereits für eine bunte und nachhaltige Lebensweise geöffnet hast und vor lauter Neugierde nicht erwarten kannst herauszufinden, was es mit Veganismus auf sich hat. In unserer kleinen, veganen Mediathek findest Du Filme darüber, wie Deine Ernährung mit Tierrechten, deiner Gesundheit und der Umwelt zusammenhängt. Viel Spaß beim Stöbern und Inspirieren!

Cowspiracy – Das Geheimnis der Nachhaltigkeit (2014)

Tiere zu essen hat einen massiven Einfluss auf unsere Umwelt und auf den Klimawandel (Link zum Artikel zu Umwelt). Cowspiracy hat die Diskussion dazu zur Zeit seines Erscheinens stark befeuert: Massentierhaltung trage noch viel stärker zu den globalen Treibhausgasen bei als gemeinhin behauptet wird, so der Film. Zahlreiche Forscher*innen, Tierschützer*innen, Umweltaktivist*innen und Vertreter*innen der Fleischlobby kommen in dem Film zu Wort. Cowspiracy hat eine ganz klare Message an seine Zuschauer*innen: Werde der Erde zuliebe vegan oder zumindest vegetarisch, und zwar dringend!

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Before the Flood (2016)

Sweet Leonardo DiCaprio reist durch die Welt und zeigt die grauenvollen Auswirkungen des Klimawandels jetzt und in Zukunft. Neben zahlreichen anderen Facetten beschäftigt sich der Film damit, wie Massentierhaltung und Fleischkonsum mit Landverbrauch und dem Ausstoß von Treibhausgasen zusammenhängen. Der Film behandelt Veganismus nur am Rande und fordert die Zuseher*innen im Gegensatz zu Cowspiracy nicht direkt dazu auf, vegan zu werden. Das ist aber auch nicht immer nötig, denn zwischen den Zeilen zu lesen ist auch spannend. Before the Flood wirft einen kritischen Blick darauf, wie wir mit unserem Planeten umgehen, und ist deswegen mit dabei in unserer veganen Mediathek.

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Carnage (2017)

Was, wenn alle vegan wären? 2067 ernährt sich ganz Großbritannien ohne tierische Produkte. Mit viel Augenzwinkern und britischem Humor erzählt dieser kurze Fake-Dokumentarfilm der BBC, was sich in den 50 Jahren zwischen 2017 und 2067 so getan hat: Menschen und Politik haben eingesehen, dass der Konsum tierischer Produkte mit unaussprechlicher Gewalt verknüpft ist. Junge Menschen im Großbritannien der Zukunft können gar nicht verstehen, wie ihre Großelterngeneration so einfach Fleisch oder Käse essen konnte: „Aber sie haben es doch gewusst?“ Ein lustiger und selbstironischer Film, der mit unzähligen absurden und spannenden Ideen aus der Reihe tanzt und dabei viele Eindrücke hinterlässt, an die man auch Monate später immer wieder denkt: Am absurdesten sind unser derzeitiges System und die Tatsache, dass wir es tagtäglich akzeptieren.

Earthlings (2005)

Erdlinge, das sind alle Lebewesen dieses Planeten: Menschen und Tiere gleichermaßen (verlinken zu Für die Tiere). Doch die Herrschaft des Menschen über andere Erdlinge kennt in ihrer Ausbeutung keine moralischen Grenzen. Das zeigt dieser Klassiker unter den Tierrechtsfilmen mit versteckten Videoaufnahmen, die sich für lange Zeit ins Hirn brennen. Viele nennen Earthlings als Grund für eine persönliche Nahrungsumstellung. Manche bemängeln, dass die Quelle des Bildmaterials offenbleibt. Zu verstehen ist jedoch, dass diese Bilder keine Einzelfälle sind, sondern das Leben eines jeden Nutztieres auf unserer Welt dokumentieren. Oscar-Preisträger und Tierrechtsverfechter Joaquin Phoenix dokumentiert das Gesehene, im Jahr 2015 wurde der Nachfolger Unity veröffentlicht.

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Du bist was Du isst (2008)

Diese Dokumentation bedient sich eines alten Sprichworts und zeigt den Zusammenhang zwischen Ernährung und modernen Volkskrankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes, auf. Nicht zuletzt durch unseren Drang, die Natur bezwingen zu müssen, leidet unsere moderne westliche Gesellschaft laut amerikanischen Ärzt*innen unter einer chronisch falschen Ernährung. Zudem sollen die Bilder vermitteln, dass die Gesundheitsindustrie ungehindert, bedenkenlos und im wahrsten Sinne des Wortes Geld auf dem Rücken der Menschen verdient. Ernährungsfallen werden nicht aufgedeckt, sondern immer weiter an die Menschen herangetragen. Diese Dokumentation startet den Versuch, die Wahrheit zu enthüllen, denn es ist ganz einfach: Auf die Ernährung kommt es an – Du bist, was Du isst.

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Okja (2017)

Okja ist ein Spielfilm der anderen Art. Die Netflix-Eigenproduktion macht sich zum Thema, wie weit die moderne Intensivtiernutzung gehen könnte: Genmanipulierte Riesenschweine, die einen übermäßigen Ertrag und damit Profit einbringen sollen, werden in unterschiedlichen Ländern zur Aufzucht in Familien gegeben. Bei Mija im koreanischen Bergland lebt Okja, vielmehr als Familienmitglied und Freund, weniger als Nutztier. Am Ende der Mastzeit wird das preisgekrönte Schwein abgeholt und das junge Mädchen setzt alles daran, ihren Freund wieder nach Hause zu holen. Mithilfe der Animal Liberation Front (ALF) und eines vergoldeten Miniaturschweins versucht sie, Okja vor der Schlachtung zu retten. Egal wie es für Okja ausgeht, zurückbleiben Millionen Schweine, denen durch das heutige Konsumverhalten nur ein kurzes, schmerzerfülltes Leben gegeben wird – noch, denn immer mehr Menschen entscheiden sich für ein Leben, das auf Mitgefühl basiert.

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What the Health (2017)

Mit seiner zweiten Low-Budget-Dokumentation stellt Filmemacher Kip Anderson nicht die Frage, welchen Einfluss unsere Ernährung auf unseren Planeten hat, sondern auf unseren Körper. Er erkundigt sich bei medizinischem Fachpersonal über die gesündeste Diät und die gesundheitlichen Folgen von Nahrung. Er deckt dabei auf, dass die Pharmaindustrie mit ihren diätischen Ratschlägen oftmals eine andere Meinung verbreitet, als wissenschaftliche Erkenntnisse offenbaren. Im persönlichen Gespräch mit Patient*innen, die sich durch eine rein pflanzliche Ernährung von ihren Medikamenten befreien konnten, zeigt Anderson nachdrücklich, dass ein veganer Lebensstil Leben verändern kann – und zwar für jeden Einzelnen von uns. Viele der Ärzt*innen, die Anderson konsultiert, betreiben auch Aktivismus in eigener Sache, sie engagieren sich mit eigenen Webseiten, die lehrreiche Videos und Ernährungstipps umfassen, und halten Vorträge auf internationalen Fachkongressen – alles, um die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung wieder und wieder in der Öffentlichkeit zu beweisen.

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Das System Milch (2017)

Die Idylle von grasenden Kühen auf sattgrünen Weiden hat schon seit einiger Zeit Risse. Diese Dokumentation des bereits mehrfach ausgezeichneten Südtiroler Regisseurs Andreas Pichler versucht, die Wände nun endlich einzureißen. Die Wände, die verbergen, wie die müden Körper der Kühe als Produktionsmaschinen für milliardenschwere Geschäfte ausgebeutet werden. Die fortlaufende Expansion der Milchindustrie, denn was nicht im eigenen Land konsumiert wird, wird eben exportiert. Das bleibt jedoch nicht ohne Folgen für unsere Gesundheit und Umwelt, wie leicht verständlich dargestellt wird. Wer ist in die Verantwortung zu nehmen für all die Schäden und Verkennung von möglichen Konsequenzen? Eine Antwort auf die Frage wird bei der internationalen Politik und Verbraucherschaft gesucht und die Globalisierung dabei nicht aus den Augen gelassen.

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Gabel statt Skalpell (2011)

Gabel statt Skalpell thematisiert den Zusammenhang von degenerativen Krankheiten und einer Ernährung, die viel Fleisch und andere tierische Produkte in den Mittelpunkt rückt. Hier stellt allerdings ein Team von Ärzt*innen und Forscher*innen anhand von statistischen Beweisen zudem dar, wie das gesundheitliche Leiden der meisten Menschen, die über Übergewicht oder Diabetes klagen, durch eine pflanzliche Ernährung verhindert und behoben werden kann. Der Regisseur machte nach den Dreharbeiten den Selbsttest und ließ seine Blutwerte nach einer dreimonatigen Ernährungsumstellung erneut messen: Vor allem seine Cholesterinwerte hatten sich deutlich verbessert.

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Dominion (2018)

Als Fortsetzung der 2014 erschienenen Dokumentation Lucent bringt Dominion Licht in das düstere Leben eines jeden Tieres in Australien, das von Menschen dominiert wird. Die Schafe in der Massentierhaltung, die Pferde im Rennsport, die Hündinnen in den Welpenzuchtstationen. Mit eindrucksvollen Drohnenaufnahmen wird nicht nur deutlich, von wie vielen Millionen Tieren tatsächlich die Rede ist, sondern auch, welchen Einfluss das auf unseren Planeten hat. Tiere sind nicht zu vermenschlichen, es bedarf einer sachlichen Ebene. Diese Bilder zeigen, dass eben jene Ebene hinter all den verschlossenen Türen schon lange verlassen wurde.

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Noch ein wenig Geduld =)

Du willst mehr wissen? Dann vertiefe dich in veganen Lesestoff:

Tiere essen

– Jonathan Safran Foer, 2010 – Mit der Geburt seines Sohnes beschäftigt sich der Autor mehr und mehr mit der Frage, was Essen für den Menschen bedeutet. Er recherchiert, spricht mit Experten und hinterfragt, wie wir Essverhalten rechtfertigen, und stößt damit eine allgemeine Diskussion über Veganismus an.

Ernährung und Bewusstsein

– Dr. Will Tuttle (Im Original: The World Peace Diet), 2004 – Der Langzeitveganer, Buddhist und Philosoph nimmt sich in seinem Buch den inneren und äußeren Auswirkungen der Ernährung an. Er beschreibt eindrucksvoll, detailliert und bildlich, was Ernährung mit unserem Körper und mit unserer Erde macht. Er sieht die vegane Ernährung als spirituellen Weg, um mit sich und seiner Umwelt in Einklang zu kommen.

Vegan, aber günstig

– Patrick Bolk, 2015 – Dieses Werk soll aufzeigen, dass eine ausgewogene, vegane Ernährung nicht teuer sein muss. Zudem werden 50 Rezepte und jede Menge Tipps und Tricks rund um ein erschwingliches, tierliebes Leben gereicht.

Veganissimo eins, zwei und drei

– Reuben Proctor und Lars Thomsen, 2012, Erstausgabe 1992 – Veganissimo eins behandelt tierische Inhaltsstoffe und dokumentiert ihre Herkunft, Anwendungsbereiche und vegane Alternativen. Veganissimo zwei behandelt in Form von Fragen und Antworten mehr als 170 der häufigsten Argumente, mit denen Tierrechtler*innen und vegetarisch bzw. vegan lebende Menschen konfrontiert werden. Und Veganissimo drei ist ein kommentiertes Literaturverzeichnis der Tierrechte mit mehr als 520 Titeln.

How to create a vegan world – A pragmatic approach

– Tobias Leenaert, 2017 – Leenaert verlässt mit diesem Werk die ausgetretenen Pfade des Tierrechtsaktivismus und nähert sich neuen Strategien sowie Zielen und bringt frischen Wind in die Kommunikation der veganen und Tierrechtsbewegung.

Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen: Karnismus – eine Einführung

– Dr. Melanie Joy, 2013 – Die Psychologin untersucht in diesem Werk, warum wir manche Tiere als Freunde betrachten, andere hingegen als Nahrung oder Kleidung. Sie führt durch komplexe soziale und psychologische Mechanismen und erklärt das unsichtbare Glaubenssystem des „Karnismus“.

Artgerecht ist nur die Freiheit: Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen

– Hilal Sezgin, 2013 – In ihrem Buch geht Hilal Sezgin der Frage nach, ob wir Tiere einsperren, töten und essen dürfen, und plädiert für ein Umdenken und dafür, Tiere als Individuen mit eigenen Rechten anzuerkennen.

Vegetarische Ernährung

– Claus Leitzmann und Markus Keller, 2013 – Dieses Standardwerk liefert für alle Vegetarier*innen und Veganer*innen viel Wissenswertes und wichtige Argumente, um auch die größten Skeptiker ins Boot zu holen.

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