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Ökologische Gründe für Veganismus

Würdest Du für ein Stück Käse Hunderte Liter Wasser die Toilette runterspülen und tonnenweise Müll in unsere Flüsse kippen? Wahrscheinlich nicht. Eine übliche Mahlzeit hat jedoch genau diese verheerenden Auswirkungen auf unsere Umwelt. Die Massentierhaltung zählt heute zu den Hauptverursachern von Umweltproblemen und kann so nicht weitergehen: Wir haben nur einen Planeten! Viele fragen sich daher ganz zu Recht: Wie kann ich meinen Beitrag leisten? Eine rein pflanzliche Ernährung bietet sich nicht nur an, um die eigene Gesundheit zu fördern oder Tierleben zu retten, sondern auch, um sich für einen nachhaltigen Planeten einzusetzen. Werde auch Du vegan und damit zum Umweltschützer!

1) Energie und Klima

Die Massentierhaltung gehört zu den größten Verursachern des Klimawandels. Im Jahr 2016 betrug der Anteil der Landwirtschaft an den gesamten Treibhausgasen Deutschlands 7,3 %. Sie steht damit noch vor der Automobilindustrie auf Platz zwei der Hauptverursacher. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Landwirtschaft nutzt fossile Brennstoffe zur Düngung und zum Antrieb von Maschinen, in den Exkrementen von Weidetieren wie Kühen findet sich das schädliche Treibhausgas Methan wieder. Eine rein pflanzliche Ernährung wirkt dem entgegen: Für die Herstellung von tierischen Proteinen werden 11 Mal so viele fossile Brennstoffe und 100 Mal mehr Wasser benötigt wie für die Produktion von pflanzlicher Energie. Es macht einen deutlichen Unterschied, ob wir Menschen Getreide (oder Pflanzen) direkt verspeisen oder indirekt, indem Kühe Getreide verspeisen und wir die Kuh dann als Steak oder Milch. Das Umweltbundesamt (UBA) setzt sich seit Januar für eine Abschaffung der Mehrwertsteuerbegünstigungen für tierische Lebensmittel (19 % statt derzeit 7 %) in Deutschland ein, da Fleisch und Milch deutlich klimaschädlicher sind als pflanzliche Nahrungsmittel (9 %). Machst Du mit? Das nächste Mal also besser mit dem Fahrrad in Urlaub fahren? Oder einfach mit twenty4vegan in den Urlaub Deines Lebens starten!

2) Wasser

Tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier verbrauchen enorm viel Wasser. Für die Produktion von 1 Kilogramm Rindfleisch werden unglaubliche 15.000 Liter Wasser benötigt. Für 1 Kilogramm Soja dagegen nur 1.800 Liter und für 1 Kilogramm Kartoffeln sogar nur 290 Liter. Warum ist das so? „Nutztiere“ in der Massentierhaltung müssen schließlich ihr Leben lang mit Wasser versorgt werden und mit Getreide oder Futtermittel gefüttert werden, das wiederum oft aus Soja besteht. Warum dann nicht einfach direkt Soja und andere Pflanzen essen und das für uns Menschen notwendige Protein dadurch aufnehmen? Auch andere Aktivitäten der Massentierhaltung wie die Schlachtung, das Auswaschen von Fleisch, das Pasteurisieren von Milch oder die Verarbeitung von Tierhäuten zu Leder verbrauchen riesige Mengen an Wasser. Wenn Du Wasser sparen und der Umwelt etwas Gutes tun willst, geht es nicht nur darum, beim Zähneputzen den Wasserhahn abzudrehen. Es ist viel wirksamer, sich rein pflanzlich zu ernähren!

3) Landverbrauch

Die Viehwirtschaft ist der größte Landnutzer der Welt. 30 % der weltweit verfügbaren Landfläche werden für die Landwirtschaft genutzt. Die Landwirtschaft wächst immer weiter und immer mehr Flächen werden besetzt, die zuvor Lebensraum für eine Vielzahl an wild lebenden Tier- und Pflanzenarten waren. Jährlich verschwinden so weltweit rund 13 Millionen Hektar Quadratkilometer Wald. Am dramatischsten ist das in Südamerika, wo große Flächen Regenwald für den Anbau von Tierfutter abgeholzt werden. Da etwa 30 % des Tierfutters für die deutsche Landwirtschaft aus südamerikanischem Anbau stammen, ist so leider auch in Deutschland produziertes Fleisch für die Abholzung verantwortlich. Man braucht allerdings gar nicht so weit in die Ferne schweifen: Böden in Deutschland leiden ebenso durch die Massentierhaltung. Das größte Problem für unseren heimischen Boden ist die Überdüngung. Die vielen Millionen Nutztiere, die Jahr für Jahr in Deutschland gezüchtet, gemästet und geschlachtet werden, hinterlassen im wahrsten Sinne haufenweise Exkremente, die sich nicht einfach in Luft auflösen, sondern in den meisten Fällen auf den Feldern verteilt werden. So werden bereits an vielen Stellen in Deutschland die Nitratwerte im Grundwasser überschritten, vor allem in nordischen Bundesländern wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt, wo intensive Massentierhaltung betrieben wird.

4) Artensterben

Die Artenvielfalt unseres Planeten nähert sich einer beispiellosen Krise, wie sie seit dem Ende der letzten Eiszeit nicht mehr gesehen wurde. Laut dem Millennium Assessment Report (MEA 2005) sind mehrere Gründe für Artenverluste verantwortlich: Veränderungen des Lebensraums, Klimawandel, Einfall fremder Arten, Überbeanspruchung und Verschmutzung. Die Massentierhaltung ist direkt und indirekt an all diesen treibenden Kräften beteiligt. Ökosysteme werden durch die Viehwirtschaft verändert, begrenzt und zerstört. Der Klimawandel wird begünstigt, was wiederum Ökosysteme verändert. Ökosysteme unter Wasser und auf dem Land werden aus dem Gleichgewicht gebracht. „Nutztiere“ gelangen in unberührte Ökosysteme und verbreiten unter Umständen noch Krankheiten. Weiden werden überbeansprucht. Künftige Generationen sollten ähnlich wie wir in der Lage sein, von einer bunten und lebhaften Umwelt umgeben zu sein. Und einen Planeten zu bewohnen, der nach wie vor die Gelegenheit bietet, wirtschaftlichen, kulturellen und spirituellen Nutzen ziehen zu können. Daher bitten Bienchen, Elefant und Pelikan: für unseren Planeten – probier’s doch mal vegan!

Einige betrachten eine Ernährungsumstellung als eine Art Aufopferung, als Verzicht und Einschränkung. Doch welches Opfer können wir bringen, um die Erde sich erholen zu lassen und eine Versorgung mit gesunden, nahrhaften Lebensmitteln für zukünftige Generationen sicherzustellen? Das größte Opfer, das wir bringen müssen, ist eine Entscheidung zu treffen: eine Entscheidung, die JA zu uns selbst sagt, JA zu einer intakten Natur und JA zu Mitgefühl und Respekt. Im Hinblick auf karge Wälder, leere Weltmeere und sterbende Mitgeschöpfe eine leichte Entscheidung, oder?!