Vegane Mythen

Die Gerüchteküche brodelt, wenn es um das Thema Veganismus geht. Viele Mythen sind schwer zu entlarven oder schlichtweg Humbug. Mediziner*innen belegen mittlerweile mit ersten Langzeitstudien die wohltuenden, heilsamen Vorzüge einer rein pflanzlichen Ernährung. Die intensive Nutztierhaltung der modernen Landwirtschaft wird als einer der Hauptverantwortlichen für den Klimawandel bezeichnet. Die Markteinführungen neuer veganer Alternativprodukte kennen nur einen Trend: nach oben! Immer mehr Menschen rund um den Globus werden Teil einer veganen Realität – einer Welt, in der Tiere kein Leid und Tod erfahren müssen, Menschen gesund und glücklich leben können und die Natur so natürlich sein kann, wie sie möchte. Alles nur ein Mythos?

Mythos No. 1

“Wenn ich mich vegan ernähre, macht das keinen Unterschied.”

Klar macht es das und zwar in der Summe! Wird die Nachfrage nach tierischen Produkten geringer, verringern sich die Qualen für die Tiere, denn die Nachfrage bestimmt bekanntlich das Angebot.

Rund um den Globus entscheiden sich mittlerweile Millionen von Menschen für eine pflanzliche Ernährung. Das mag vielleicht nicht direkt die Tiere retten, die in diesem Moment leiden, doch mit einer rein pflanzlichen Ernährung kannst Du selbst die Zügel in die Hand nehmen und Dich aktiv gegen Tierqualen einsetzen. Mitgefühl, Liebe und Achtsamkeit zu verbreiten, hat sicher noch niemandem geschadet, aber tausende Leben gerettet.

Mythos No. 2

“Man braucht Fleisch, um gesund zu sein.­”

Mediziner erklären heute, dass eine Ernährung mit vielen tierischen Produkten gesundheitliche Risiken birgt: Rotes Fleisch wurde von der Weltgesundheitsorganisation vor drei Jahren in die Kategorie krebserregender Stoffe aufgenommen. Durch den Konsum von Fleisch, Milch, Eiern und Fisch finden schädliche Hormone und Antibiotika den Weg in unseren Körper.

Mit der bunten Vielfalt einer rein pflanzlichen Ernährung kann der menschliche Organismus definitiv ausreichend versorgt werden. Gratis gibt’s: Gute Laune und jede Menge Karma-Punkte. Die Amerikanische Gesellschaft für Diätetik und Ernährung beschreibt die vegane Ernährung daher nicht umsonst als gesund und sowohl zur Prävention als auch zur Behandlung von Krankheiten förderlich.

Mythos No. 3

“Eine vegane Ernährung ist viel zu anstrengend!”

Anstrengend ist es, eingepfercht eng an eng mit Deinen Artgenossen leben zu müssen. Anstrengend ist es, 20 Stunden ohne Verpflegung in einem engen Transporter verbringen zu müssen, um danach getötet zu werden. Auch anstrengend: Ein Leben lang eingesperrt zu sein und niemals das Sonnenlicht zu sehen.

Entscheidest Du Dich mit dem Herzen für eine vegane Ernährung, wird Dir die Umsetzung nicht schwerfallen. Mach kleine Schritte und koche zunächst einfache Gerichte.

Die bunte Pflanzenvielfalt lässt so schnell keine Langeweile aufkommen. Bald schon kennst Du die Wege zu den wichtigsten Supermarktregalen und Dein Körper wird mit jedem Tag vitaler.

Mythos No. 4

“Fleisch aus artgerechter Haltung und Eier aus Freilandhaltung sind okay.”

Bio oder nicht bio, alle Tiere werden unter Schmerzen transportiert und auf schreckliche Weise geschlachtet. Sobald die „Produktivität“ eines Tiere nachlässt, werden auch Hühner, Schweine oder Kühe aus vermeintlich artgerechter Haltung getötet. Kein Tier möchte sterben und Konzepte einer „humanen Tötung“ gibt es nicht.

Mit jedem Einkauf kannst Du ein ganz persönliches Statement abgeben. Jedes Mal, wenn Du  für einen Einkauf bezahlst, hast Du die Wahl: Finanziere ich die Ausbeutung der Tiere oder investiere ich in Lebensmittel, für die kein Tier zu Schaden kam, nachhaltig mit der Natur umgegangen wurde und die zusätzlich meine Gesundheit unterstützen?

Mythos No. 5

“Die Ernährung ist eine persönliche Entscheidung.”

Das stimmt, aber welche Entscheidung bleibt den Tieren? Keine. Selbst bei unseren persönlichen Ernährungsfragen begegnen wir täglich Einschränkungen: Katzenfleisch oder Hundemilch gibt’s nicht zu kaufen. Hierfür gibt es gute ethische Gründe. Warum also ist es vertretbar, Kühe, Schweine und Hühner zu essen?

Überall gibt es tierische Produkte, die großes Tierleid bedeuten, den Planeten zerstören und krank machen können. Angeboten werden allerdings auch Nahrungsmittel, die uns und dem Planeten gut tun und Tierleid umgehen. Lasst uns also von unserem Recht Gebrauch machen, frei entscheiden zu können, was wir konsumieren wollen. Lasst uns Mitgefühl in die Welt hinaus tragen. Love&Peace.

Weitere Artikel